PROGRESSIVE RETINA ATROPHY (PRA)
Es werden von
PRA
betroffene Weiße Schäferhunde gesucht!!!..
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Die progressive Retinaatrophie ist ein langsam fortschreitendes
Absterben der Netzhaut (=Retina). Die Netzhaut besteht aus unzähligen
Nervenzellen (Stäbchen und Zäpfchen), die das in das Auge einfallende
Licht aufnehmen, zu elektrischen Impulsen verarbeiten, über den
Sehnerv zum Gehirn weiterleiten und dort zu Bildern umwandeln. Die
Netzhaut ist dabei mit dem Film einer Fotokamera vergleichbar.
Die PRA ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Netzhaut (autosomal
rezessiv). Der betroffene Hund trägt die Anlage zu dieser Erkrankung
bereits seit seiner Geburt in sich, sie führt aber erst allmählich,
meist in einem Alter zwischen 3-5 Jahren, zu ersten merkbaren
Veränderungen und dann mit 6-9 Jahren zur vollständigen Erblindung.
Die betroffenen Hunde bewegen sich im Dunkeln unsicher, zeigen sich
ängstlich und verbellen unbekannte Objekte und Personen. Sie stossen
gegen unbekannte Dinge an und weichen dem Besitzer nicht mehr von der
Seite. Die Pupille schließt sich nur unvollständig bei einfallendem
Licht und die Augen leuchten in der Dunkelheit stärker als normal.
Zwischen diesen ersten Symptomen und der völligen Erblindung vergehen
einige Jahre. Als häufige Folgeerscheinung der PRA entsteht der graue
Star (Katarakt), als eine Eintrübung der Linse, was zu einer weiteren
Sehverschlechterung oder Erblindung führt.
Wichtig zu wissen ist, daß nach eingen Jahren als Folge des grauen
Stars der grüne Star (Glaukom) auftreten kann. Der grüne Star führt zu
einer Erhöhung des Augeninnendruckes, was äußerst schmerzhaft ist und
zum Verlust des Augapfels führen kann. Daher sollten die Augen von
Hunden, die an PRA leiden einmal im Jahr untersucht werden. Der
ophthalmologisch ausgebildete Tierarzt (= auf Augenkrankheiten
spezialisiert) kann die Diagnose PRA mittels Anamnese und den
typischen Veränderungen an der Netzhaut mittels
Spaltlampenuntersuchung feststellen. Außerdem gibt es noch die
Möglichkeit der Durchführung eines Elektroretinogramms bzw. die
Diagnosestellung durch eine Blutuntersuchung mit DNA-Analyse.
Bis heute gibt es keine Medikamente oder operativen
Behandlungsmöglichkeiten um die PRA zu heilen. Daher ist es ungemein
wichtig die PRA durch züchterische Maßnahmen zu bekämpfen wie
regelmäßige Kontrolluntersuchung von Zuchttieren und Ausschluß
befallener Tiere und deren Eltern und Geschwister von der Zucht.
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